Wir Wähler!

Der Poachee Feierabend-Blog zur Wahl

Die Bundestagswahl rückt täglich näher und obwohl der Wahlkampf 2013, wohl als sehr unspektakulär und träge in die Geschichte eingehen wird, kommen wir nicht umhin ihn zumindest zu bemerken.

Deshalb geht es heute auch in Poachees „Feierabend!“ ums Wählen.

Keine Sorge (oder falsche Hoffnung) wir werden keinesfalls irgendwelche Wahlempfehlungen geben. Vielmehr möchten wir mit einem Augenzwinkern darauf hinweisen, dass wir, ganz unabhängig davon, wie die Wahlbeteiligung am 22. September ausfallen wird, alle Wähler waren, sind und sein werden.

Wenn in den Medien momentan von uns Bundesbürgern die Rede ist, dann wird als Synonym oft der Begriff „die Wähler“ bemüht. Manch einer mag das für unkorrekt halten. Schließlich werden viele Bürger am Wahlsonntag kein Wahllokal betreten und auch darauf verzichten ihre Stimme per Briefwahl abzugeben. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht wählen. Sie wählen eben die Option der Nichtteilnahme an der Bundestagswahl.

Wählen

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Jobs, die es nicht mehr gibt – Teil 3

klingelschild

Unbekannte Bekannte

Längst sind Sie vom Jobmarkt in Deutschland verschwunden, tot, ausgestorben, und trotzdem leben sie in unserer Nachbarschaft, dominieren die Klingelschilder unserer Nation. Die Rede ist von Berufen, die heute niemand mehr ausübt, die es jedoch geschafft haben sich als Familiennamen unsterblich zu machen.

In der dritten Folge unserer Serie „Jobs, die es nicht mehr gibt.“ stellen wir heute zwei dieser ausgestorbenen Berufe vor.

Wagner

Man braucht kein Genie sein, um zu wissen, dass nicht jeder Herr Müller in Deutschland eine Mühle besitzt und Herr Schmied vermutlich höchstens Urlaubspläne schmiedet statt Eisen zu verbiegen. Niemand wird sich auf eine Herde blökender Schafe einstellen, nur weil sich der Mann am Telefon, als Herr Schäfer vorgestellt hat, und nur weil Schuster auf dem Türschild steht heißt es noch lange nicht, dass derjenige, der dort wohnt in der Lage wäre kaputte Schuhe wieder in Ordnung zu bringen.

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Dort arbeiten wo andere Urlaub machen – Traum oder Albtraum?

Die Hitzewelle, die in den vergangenen Wochen über unser Land schwappte lehrte uns, dass es nie zu spät ist die Hoffnung aufzugeben. Der kalte Winter, mit dem das Jahr begonnen hatte, schien überhaupt nicht mehr aufhören zu wollen und ich erinnere mich daran, dass ich im Mai mürrisch wieder die Winterjacke aus dem Schrank zog, nachdem gerade so etwas wie ein zaghafter Frühlingsanfang einer erneuten Kälteperiode weichen musste.

Doch dann – plötzlich – war sie da, die Hitze! 

heiss draussen?

Und kaum ist der Sommer endlich da, beschweren wir Deutschen uns prompt darüber, dass es zu heiß ist. Denn das können wir Deutschen besonders gut: Unzufrieden sein – am liebsten mit der Gesamtsituation oder im konkreten Fall damit, dass Arbeitnehmer im Gegensatz zu Schülern nicht „hitzefrei“ bekommen, egal wie sehr sie es sich wünschen oder verdient hätten.

Doch die heißen Wochen brachten so vielleicht auch für den einen oder anderen von uns die Erkenntnis, dass eines wohl gar nicht so erstrebenswert ist, wie man es sich oft vorstellt: Dort arbeiten, wo andere Urlaub machen.

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Der Pausenraum – Mikrokosmos mit Mikrowelle

Gleich geht`s ins Wochenende. Alles was bis jetzt noch nicht erledigt wurde, kann (hoffentlich) bis Montag warten. Wir alle sollten die Chance bekommen uns eine Weile vom Arbeitsstress zurückziehen zu können. Damit wir das nicht nur im Feierabend und am Wochenende tun können, gibt es fast in jedem Unternehmen einen Pausenraum für die Angestellten.

Jeder kennt sie, und die meisten von uns sind vermutlich dankbar, dass es Pausenräume gibt.

Doch wurde schon mal über sie berichtet? Gab es schon mal einen Text, der die Pausenräume aus ihrer geheimen Existenz herausführte und ins Rampenlicht stellte? Wir fürchten die Antwort lautet „Nein!“. Das ist äußerst schade und deshalb bekommen die Pausenräume dieser Welt heute das, was sie verdienen: Die volle Aufmerksamkeit, als Hauptthema hier im poachee-Feierabend“, dem Freitags-Blog.

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Wenn ich groß bin… (Teil 2)

Vor einigen Wochen gab es hier im Feierabend den ersten Teil der Serie „Traumberufe unserer Kindheit“. Heute nun die Fortsetzung, mit drei Berufen, die allesamt eine gute körperliche Fitness voraussetzen.

Feuerwehrmann

Der kleine Drache Grisu, sprach vielen von uns aus dem Herzen, als er voller Überzeugung im Fernsehprogramm unserer Kindertage mitteilte: „Ich werde Feuerwehrmann!“

Obwohl wir im Gegensatz zu ihm, nicht das Handicap haben versehentlich mit unserem Atem Dinge in Brand zu stecken, sind die meisten von uns heute trotzdem nicht hauptberuflich für die Feuerwehr tätig.

Grisu der kleine Drache

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Einfach mal abschalten!

Am Ende einer Fernsehsendung für Kinder, die während meiner Kindheit sehr populär war, kam am Ende jeder Episode vom Moderator die Aufforderung an seine jungen Zuschauer, nun doch bitte abzuschalten.

Aber welches Interesse hatte Peter Lustig damals daran, dass ich das Gerät abschalte?

Ähnlich verdutzt bis argwöhnisch sahen das auch seine Vorgesetzten beim Sender. Schließlich wurde die Sendung immer sonntags ausgestrahlt. Die Leute mussten danach also nicht zur Arbeit oder in die Schule, sondern hätten einfach ganz gemütlich vor dem Bildschirm sitzenbleiben können.

Aber diese Bitte abzuschalten ließ nicht mit kommerziellen Interessen erklären. Dahinter stand der ehrenwerte Wunsch, dass die Kinder die Realität, deren komplexe Zusammenhänge ihnen noch kurz zuvor am Bildschirm erklärt worden waren, nun auf eigene Faust erkunden sollten.

Seit meiner Kindheit sind „ein paar“ Jahre vergangen. Peter Lustig ist längst in Rente gegangen und weder die Kinder noch die Erwachsenen werden heutzutage noch zum Abschalten aufgefordert.

Ganz im Gegenteil. Alles und jeder ist eigentlich immer „on“.

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Jobs, die es nicht mehr gibt – Teil 2

Ständig entstehen neue Jobs. Noch vor einigen Jahren konnte niemand was mit Berufsbezeichnungen wie „Blogger“ oder „Social Media Manager“ etwas anfangen. Andere Berufe verschwinden hingegen oder existieren schon seit vielen Jahren nicht mehr.

Wir bringen beides zusammen: In unserer Serie „Jobs, die es nicht mehr gibt.“ erweisen wir ausgestorbenen Berufen die letzte Ehre und bringen sie im „poachee-Feierabend!“, dem Freitagsblog von poachee.com, der „Generation Social Media“ näher.

Im zweiten Teil der Serie geht es heute um zwei Berufe, die beide ihren Ursprung im Mittelalter hatten, Jahrhunderte überdauerten aber inzwischen längst ausgestorben sind.

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Balkan oder Balkon?

Sommer in Deutschland. Nicht so richtig. Urlaubszeit in Berlin hat dennoch begonnen.

Das nehmen wir heute im poachee-Feierabend mal als Anlass uns dem Thema Urlaub zu widmen.

Als ich mich kürzlich mit einem Kollegen über die bevorstehende Reisesaison unterhielt, sagte er mir, dass er dieses Jahr nicht verreisen wird. So weit nicht ungewöhnlich, aber noch interessanter als diese Tatsache alleine, war der Grund, den er mir nannte. Es ist nicht etwa so, dass es in seinem Haushalt kürzlich eine größere Anschaffung gegeben hätte, die das Urlaubsbudget verschlang oder in seinem Traumland gerade eine Revolution ausgebrochen war. Er hat auch keine Flugangst und ist keineswegs als Reisemuffel bekannt.

Wieso verschlägt es ihn dann also nicht in die Ferne?

Die Begründung war so überraschend wie einleuchtend: Er möchte sich einfach richtig ausgiebig erholen. Punkt.

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Nur mal kurz…

Letzte Woche ist es abgeschafft worden, das längste Wort unserer Sprache. Doch der Abgang ging nicht still und leise vonstatten. In allen Medien bäumte sich das Rindfleischetikettierungsüberwachungs­aufgabenübertragungsgesetz noch einmal auf, bevor es letztlich zurecht für immer verschwand. Und heute, eine Woche später, schreibt und redet wirklich schon niemand mehr vom RkReÜAÜG.

Vom RkReÜAÜG? Ja, richtig. Wurde ein solches Wortgetüm einmal ausgeschrieben, kann man es danach getrost abkürzen. Schließlich weiß jeder wovon die Rede ist. Es ist sinnvoll und auch genau so geregelt für wissenschaftliche Arbeiten: Wird das abgekürzte Wort einmal im Zusammenhang mit seiner Abkürzung erwähnt, kann fortan nur noch die Abkürzung benutzt werden. Man geht danach davon aus, dass der Leser weiß, was damit gemeint ist.

Doch es gibt auch Kürzel die wir verwenden, ohne vorher erklären zu müssen wofür die Buchstaben stehen. Viele sind nämlich schon so sehr Teil unseres Alltags geworden, dass wir davon ausgehen können, dass jeder, der unserer Sprache mächtig ist diese Abkürzungen versteht.

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Happy in Your Job? No!

There are people who spend hours reading job listing in newspapers or on career websites. Job seekers who search out extensive counseling regarding the outline of their curriculum vita or their behavior during a job interview. These people are actively searching because they need or want a new place of employment.

We believe, however, that basically everyone is a job seeker, even those who are not actively looking for a new job, as soon as they are open to hearing about job offers: Passive job seekers.

Accordingly, almost every adult is a job seeker. Some active but even many more passive. Only very few are truly happy with their current jobs.

Whether you are happy in your job is influenced mainly by three factors:

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