Nur mal kurz…

Letzte Woche ist es abgeschafft worden, das längste Wort unserer Sprache. Doch der Abgang ging nicht still und leise vonstatten. In allen Medien bäumte sich das Rindfleischetikettierungsüberwachungs­aufgabenübertragungsgesetz noch einmal auf, bevor es letztlich zurecht für immer verschwand. Und heute, eine Woche später, schreibt und redet wirklich schon niemand mehr vom RkReÜAÜG.

Vom RkReÜAÜG? Ja, richtig. Wurde ein solches Wortgetüm einmal ausgeschrieben, kann man es danach getrost abkürzen. Schließlich weiß jeder wovon die Rede ist. Es ist sinnvoll und auch genau so geregelt für wissenschaftliche Arbeiten: Wird das abgekürzte Wort einmal im Zusammenhang mit seiner Abkürzung erwähnt, kann fortan nur noch die Abkürzung benutzt werden. Man geht danach davon aus, dass der Leser weiß, was damit gemeint ist.

Doch es gibt auch Kürzel die wir verwenden, ohne vorher erklären zu müssen wofür die Buchstaben stehen. Viele sind nämlich schon so sehr Teil unseres Alltags geworden, dass wir davon ausgehen können, dass jeder, der unserer Sprache mächtig ist diese Abkürzungen versteht.

„WM“, „EU“ oder „USA“ zum Beispiel…pardon „z.B.“

Aber auch „d.h.“, „EDV“, „ISBN“, „Azubi“ et cetera…  nein „etc.“ (oder „usw.“)

Abkürzungen Cartoon

Bei manchen Worten dominiert die Abkürzung sogar so sehr, dass viele von uns womöglich überhaupt nicht mehr wissen wie der Begriff ausgeschrieben lauten würde, obwohl sie perfekt verstehen was gemeint ist, wenn das Kürzel erwähnt wird:

„NATO“ zum Bespiel, „USB“, „WLAN“ oder „GPS“.

Es gibt sogar Worte, bei denen uns überhaupt nicht mehr bewusst ist, dass es sich um Abkürzungen handelt. Oder hättest du gewusst dass „Laser“ eigentlich die Kurzform ist für „Light amplification (by) stimulated emission (of) radiation“, das gute alte „Ufo“ nicht nur ein unbekanntes Flug-Objekt IST, sondern sich aus den Anfangsbuchstaben dieser drei Worte zusammensetzt und wir bei einem „Gau“ vom „Größten anzunehmenden Unfall“ reden und ein „Super-Gau“, deshalb Unsinn ist.

Ja, und dann gibt es noch die unzähligen Abkürzungen, die uns den Berufsalltag erleichtern, beziehungsweise (bzw.) verkomplizieren.

Abkürzungen bei denen unsere Eltern meist nur Bahnhof verstehen würden. Abkürzungen, die teilweise für die Mitarbeiter der eigenen Abteilung so selbstverständlich sind, dass man überrascht ist, wenn man feststellt, dass andere Kollegen erst das firmeneigene Wörterbuch im Intranet bemühen müssen, um herauszufinden, dass „IEPG“ eben mal nicht der „Internet Electronic Program Guide“, sondern die „Internal Engine Parts Group“ ist.

Unser Kind hat ADS

Wenn man sich die Nachrichten ansieht, die wir uns täglich im Berufsalltag zuschicken, könnte man den Eindruck gewinnen, wir würden Geheimcodes benutzen.

Da wird mit einem „RSVP“ schon mal darum gebeten „ASAP“ mitzuteilen wie viele „PAX“ denn der „CEO“ auf die „GL“ schreiben lassen möchte, wenn man möchte, dass baldmöglichst die Auskunft geben wird, wie viele Personen der Geschäftsführer ungefähr auf der Gästeliste wünscht.

Freust du dich, wenn dir jemand schreibt „U R GR8“ oder löst das bei dir nur Unverständnis aus, weil du  a) nicht verstehst dass derjenige „You are great“ meinte, oder b) es dich ärgert, dass die Person mehr Verwirrung als Lob stiftet, nur um sechs Zeichen weniger zu tippen.

Wie ist deine Meinung zu Abkürzungen? Welche Akronyme benutzt du ständig? Welche sind dir zuwider? Hattest du schon kuriose Erlebnisse mit Abkürzungen?

Schreib es uns in die Kommentare, hier auf poachee.com, bei Facebook, Google+ oder Twitter!

Wir sind gespannt.

Ein schönes Wochenende!

 

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